Psychologische Heilpraxis
Manuela Franke, Dresden

"Wer den Menschen kennen lernen will, muss ihn als Ganzes betrachten.“ (Paracelsus)

Ängste und Vorurteile von Angehörigen bei Verdacht auf Absicht zur Selbsttötung

Jemand, der erst mit Suizid droht, macht das nicht - und wenn doch?

Versteckte Sätze – richtig/falsch – Hilfsangebote – 3 Schritte Regel zur Hilfe – Modelle der Suizidalen Krise nach Pöldinger und Ringel.

Solche Sätze sind oft nur dahin gesagt. Manchmal hören wir aber zwischen den Zeilen. Ist das übertrieben, oder so gewollt?

„Wozu leben, wenn man nicht gebraucht wird?“ „Angst vor dem Tod habe ich schon lange nicht mehr!“ „ Ja ich denke an mich. Zum Beispiel bei Selbstmord!“ „Natürlich hab ich Angst vor dem Tot, nur noch mehr Angst hab ich vor dem Leben. Selbstmord löst unsere Probleme nicht, aber er beendet sie.“

Was tun, wenn ich Verdacht auf Suizid habe?

Der Gedanke: „Wenn ich den Verdacht habe, dass jemand die Absicht hat sich umzubringen, darf ich das Thema auf keinen Fall ansprechen, sonst bringe ich denjenigen ja erst auf die Idee zum Suizid!“

Falsch!!! – Die Betroffenen wollen ja erhört werden. Sie möchten, dass ihr Problem ernst genommen wird. Durch das Ignorieren dieser kleinen Signale und „Hilfeschreie“ macht man das Problem nur schlimmer!

Der Gedanke: „Natürlich kenne ich das Problem und weiß, was hinter dem Suizidgedanken steckt, aber ich kann da auch nicht helfen.“  oder: „Meine Hilfe wird sowieso abgelehnt!“

Falsch!!! – Es wäre zu schön, wenn Sie das Problem des Betroffenen wirklich selbst lösen könnten, aber hier braucht es psychologische Hilfe. Zeigen Sie Verständnis – so skurril die Situation auch ist, die zu dem Selbstmordgedanken geführt hat! Manchmal wissen Sie auch nichts von den Situationen, den Vorfall, oder dem Mobbing. Fragen Sie nach!

Meist sind diese Personen in der 1.und 2. Phase der Suizidalen Krise noch erreichbar. (Weitere Informationen Phasen des Suizid siehe unten.)

Sie können helfen, indem Sie  Hilfsangebote auszusuchen und den Betroffenen anbieten. Bieten Sie ihre Unterstützung an. Ob und wann derjenige dann das Angebot annimmt, kann man jedoch nicht wissen. So haben Sie alles getan, was Sie können.

Jemand der wiederholt mit Suizid droht, macht das sowieso nicht!

Falsch! Jemand, der so deutlich zeigt, wie satt er das Leben hat, möchte Hilfe. Es ist eine gute psychologische Ausbildung und evtl. Medikamente nötig um solchen Menschen die Lebensfreude zurück zu geben. Deshalb ist auch hier das Wichtigste die Motivation des Betroffenen um sich in professionelle, psychologische Hände zu begeben. Wenn Sie den Verdacht haben, dass jemand Selbstmord / Suizid begehen wird, können Sie jeder Zeit den Notruf 112 wählen und den Betroffenen sicher in die nächste psychiatrische Station bringen lassen. (Richtlinie SächsPsychKG) Aber:  – Schützen Sie sich selbst: Wenn Ihre Hilfe nicht angenommen wird, haben sie alles getan. Mehr können Sie nicht tun!

 

„Bitte hör auf Dir Gedanken über Selbstmord zu machen!“

Ein gut gemeinter, aber nicht sehr nützlicher Hinweis. In der zweiten und dritten Phase der Suizidgedanken ist das der Hauptwunsch, sich keine Gedanken mehr zu machen. So einfach kann man einen Gedanken nicht löschen. Im Gegenteil: Das Gedankenkarussell dreht sich immer mehr. Um wieder klar und strukturiert denken zu können, ist psychologische Hilfe in diesen Lebenskrisen nötig.

Wie kann ich psychologische Hilfe bei Suizidgefahr anbieten?

Ihre Hilfe besteht in erster Linie im Ernst nehmen der Situation und Suchen von professionellen Hilfsangeboten wie Telefonseelsorge, Krankenhäusern, Sozialpsychiatrische Dienste und Beratungsstellen, Psychotherapeuten oder alternativ Heilpraktikern für Psychotherapie

 

Gehen Sie im Gespräch mit dem Betroffenen in drei Schritten vor:

 

  1. Fragen Sie den Betroffenen: „Wie lange willst /oder kannst Du DAS noch aushalten?“ 

 

Sie zeigen hiermit Interesse an seiner Situation und seinem Leben. Lassen sie den Betroffenen genug Zeit zum Nachdenken und antworten!

Wer jetzt antwortet: „Ach, geht schon… so schlimm ist es nicht…. ich wollte ja nur…, zeigt, dass es tatsächlich nicht so schlimm ist! Akzeptieren Sie das!

 2. Sagen Sie ihm/ihr, was es mit Ihnen macht: „ Mir tut es auch weh, Dich so leiden zu sehen…. Mir fehlt deine Leichtigkeit, Dein Lachen…… Ich würde gern helfen, aber ich fühle mich hilflos…..

Hier geben Sie den Betroffenen die Verantwortung/Schuld an IHREN schlechten Gefühlen. Das ist zwar ein kleines bisschen gemein, aber es lockt den Betroffenen aus seinen bisherigen Denkmuster raus und zwingt ihn zu Handeln.

3. Bieten Sie eine Lösung an: „ Es gibt Hilfe für solche Fälle (Hilfsangebote)….. Vielleicht kannst du da mal anrufen (oder ich helfe Dir dabei) bevor es noch schlimmer wir/ bevor du richtig krank wirst / bevor du noch mehr leiden musst…“

Mit bevor signalisieren Sie: Es gibt noch einen Ausweg. Du bist noch nicht richtig krank. Viele haben große Scheu als „psychisch krank“ abgestempelt zu werden. Oft sind sie das nicht. Jedoch kann es in einer Lebenskrise oft zum Zusammenbruch kommen und zu Suizidgedanken, wenn man keinen Ausweg in seiner Krise sieht.

Für weitere Fragen stehe ich gern zur Verfügung – neutral und diskret – versprochen!

Kontaktformular  ,per WhatsApp, SMS, oder Telegram 0152-32 09 01 82

3 Phasen des Suizid

In der Psychologie nennt man 2 Modelle der Suizidalen Krise, die jeweils in drei Phasen aufgegliedert sind.

3 Stufen einer Suizidalen Krise Modell nach W. Pöldinger

  1. Erwägungsstadium: Es sind erstmals Selbstmordgedanken da, aber es wird weiterhin nach Auswegen gesucht.
  2. Ambivalenz Stadium: Die Selbstmordgedanken werden häufiger und werden als Suizidimpulse war genommen. Oft verdeckte Ankündigung als „Hilfeschreie“ an die Umgebung.
  3. Entschlussstadium: Der Entschluss ist gefasst und Betroffene ist nicht mehr erreichbar. Er weiß genau, wann und wie er seinen Suizid durchführt. Er hat seine Lösung für sein Problem gefunden. Er wirkt deshalb ausgesprochen ruhig und Angehörige atmen oft auf, weil sie glauben, das Thema Suizid sei zum Glück vom Tisch.

 

3 Stufen einer Suizidalen Krise Modell nach Ringel

  1. Erwägungsphase: Einengung des Denkens und Fühlens in Wahrnehmung und Werten. Der Betroffene zieht sich zurück und beginnt sich selbst anders war zu nehmen.
  2. Ambivalenz Stadium: Aggressionsumkehr, Der Betroffene richtet seine Wut und Aggression nicht mehr an seine Umwelt, die an seinem Übel Schuld ist, sondern gegen sich. Selbstschuld wird zu gewiesen und als Wut und Aggression war genommen.
  3. Entschlussstadium: Suizidphantasien werden als Einzige Lösung für sein Problem war genommen. Das bringt Erleichterung und der Betroffene wirkt nach außen hin sehr ruhig, weil er einen Plan hat und ein Ende des Leidens in Sicht ist.

Während der 1. und 2. Phase kann man als Betroffener noch Signale und „versteckte Hilferufe“ war nehmen. In der 3. Stufe ist der Betroffene oft wenig erreichbar.

Für weitere Fragen stehe ich gern zur Verfügung – neutral und diskret – versprochen!

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Essstörung behandeln

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Siegel Schmerzmanagement
Heilpraktiker für Psychotherapie
in Dresden auf jameda