Entsorgen sie ihre Sorgen

hypnose-dresden-autogenes-trainingVor kurzem hörte ich wieder diesen Song im Radio: „Es reist sich leichter mit leichtem Gepäck“ und ganz in Gedanken versunken machte ich mir vor meinem inneren Auge eine Liste von den Dingen, die mir gerade Sorge bereiten. Was macht mir gerade das Leben schwer, habe ich Angst vor Dingen und schiebe sie deshalb auf?

Ich war im Auto unterwegs als mir diese Gedanken kamen, mein Unterbewusstsein fuhr, mein Bewusstsein hing seinen Gedankenspielen nach. Aber es war anders als GRÜBELN. Es war spielerisch befreiend diese Liste zu machen und plötzlich – wie ein Blitz – richtete sich meine Aufmerksamkeit auf ein Hinweisschild am Straßenrand: „Mülldeponie“. Was für eine Antwort des Universums. Wie wäre es eigentlich, wenn ich all meine Sorgen einfach entsorgen könnte?

Noch am selben Abend wurde ich praktisch. Ich machte eine Liste und schrieb alles auf was mir Sorgen machte. Und wie ich so die Punkte auf der Liste bei einem guten Glas Wein durchsah, kam mir eine Idee. Vor Jahren hatte ich gelesen, dass man ab und an ruhig mal einen Brief an sich selber schreiben kann. Gedacht getan. Am Anfang ertappte ich mich dabei, wie ins Jammern kam. „Das hilft Dir nicht!“, schrie mein Unterbewusstsein und so kamen die ersten Lösungsideen mit auf das Papier. Dieses Schreiben eines Briefes an sich selbst hat etwas von einem therapeutischen Gespräch. Am Anfang können die Buchstaben zäh auf das Papierfließen, aber mit der Zeit wird es leichter und man kommt vielleicht sogar in einen richtigen „Flow“ – dem Fluss der Gedanken und Ideen.

Angenehme Nebenwirkung meines Briefes – ich schlief in dieser Nacht seit langer Zeit mal wieder wie ein Bär im Winter. Traumlos, tief und fest ohne zwischendurch zu erwachen.

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