Psychologische Heilpraxis
Manuela Franke, Dresden

"Wer den Menschen kennen lernen will, muss ihn als Ganzes betrachten.“ (Paracelsus)

Wie jemanden zum Psychologe schicken?

Wie empfehle ich den Gang zum Psychologe?

wie zum Psychologe

Sie sehen, dass ein guter Freund, jemand aus der Familie, oder jemand aus ihrem Umfeld sich seltsam verhält, oder seltsame Dinge sagt. So würden Sie sich nie verhalten! Deshalb liegt der Gedanke nahe, dass mit demjenigen „etwas nicht stimmt“. Er gehört zum Psychologe!

Manchmal klagt derjenige auch über seine Probleme, Ängste, oder körperliche (psychosomatische) Symptome und Sie wissen, dass Sie ihm nicht helfen können. 

Bestimmte Umstände können jeden unterschiedlich belasten und oft reicht es tatsächlich nicht, einfach zu zuhören und Mitgefühl auszudrücken. Dann ist eine neutrale professionelle Hilfe beim Umgang mit diesen Emotionen gefragt.

Aber wie schicke ich jemanden zum Psychologe, ohne ihm zu nahe zu treten? Sie haben sicher auch Angst, abgelehnt zu werden, wenn Sie ihm vermitteln, dass es besser wäre zum Psychologe zu gehen. Auf der anderen Seite können Sie es nicht länger ertragen, denjenigen leiden zu sehen

Oft machen wir auch den Fehler, statt Mitgefühl denjenigen Mitleid entgegen zu bringen. Das heißt: Ich leide mit Dir. Frei nach dem Spruch: Geteiltes Leid ist halbes Leid. 

Aber wie lange halten Sie das dann zum Schluss noch aus, wenn es nicht einmal Ihr Problem ist?

Angstzustände

Welche unterschiedlichen Arten von Psychologen gibt es?

Für die Meisten Laien sind alle Helfer psychischer Leiden Psychologen.  Es gibt jedoch einige wesentliche Unterschiede:

  • Psychologe; 4jähriges Studium der Psychologie als Vorraussetzung für ein Studium um als Psychotherapeut arbeiten zu können. Einige Psychologen gehen jedoch nicht diesen Weg weiter. Sie arbeiten dann in sozialen Bereichen, oder in der freien Wirtschaft, oft im Personalwesen.
  • Psychotherapeut; Unterschied zum Psychologen – er behandelt durch Gespräche psychische Leiden in Praxen und Kliniken, Honorar wird von gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, teils Privatleistungen
  • Heilpraktiker für Psychotherapie; erhält die Heilerlaubnis vom zuständigen Gesundheitsamt, behandelt durch Gespräche psychische Leiden in reinen Privatpraxen, klassische und alternative Verfahren möglich

> Weder Psychologe, Psychotherapeut, noch Heilpraktiker für Psychotherapie dürfen Medikamente verschreiben oder verabreichen!

  • Psychiater; Medizinstudium, ist für die Medikation zuständig, führt keine Gespräche.
  • Sozialstationen, psychologische Beratungsstellen, Diakonie, AWO, städtische Beratungsstellen; reine Beratung, keine Therapie, erste Anlaufstelle bei psychischer Belastung, Hilfe beim Finden von Therapieplätzen.
  • Für Kinder und Jugendliche Chat 24 Stunden rundum die Uhr www.krisenchat.de , Telefonseelsorge und Nottelefon.

Wie sag ich es jemanden, das er Hilfe braucht und zum Psychologe gehört?

Wie kann ich jemanden den Weg zum Psychologen empfehlen ohne das derjenige diesen gut gemeinten Vorschlag zu den vielen anderen Ratschlägen ablegt und ignoriert, oder schlimmsten Falls sich noch  darüber empört: „Ich bin doch nicht verrückt?“

Schicken Sie ihm nicht zum Psychologen, sondern machen Sie aus dem Vorschlag ein Angebot!

  1. Zuerst geht es um seine Gefühle! Wenn er klagt wie schlecht es ihm geht, wie ungerecht die Welt ist, wenn er in Selbstzweifel versinkt…
    Fragen Sie: Wie lange willst Du das noch aushalten? Wie lange kannst du das noch aushalten?
    > Wenn jetzt ein abweisendes „ach geht schon irgendwie…“ kommt, wissen Sie, dass all das Klagen vermutlich nicht so schlimm ist und sie sich umsonst Sorgen machen. Wahrscheinlich genügt hier ein offenes Ohr und Mitleid, damit es denjenigen besser geht. Überlegen Sie aber gut ob das für Sie eine dauerhafte Lösung ist!
  2. Nun nimm Deine eigenen Gefühle wahr und spreche sie aus. Höre tief in dich rein. Was macht es mit Dir, wenn du ihn siehst und seine Worte hörst?
    Zum Beispiel kannst du sagen:  Ich mache mir Sorgen um dich…. wenn ich ansehen muss wie du…., dann macht mich das auch traurig, ….wütend, ….leide ich genau so wie du…
    >Geben Sie denjenigen einen Grund sich Hilfe zu suchen, weil er sonst Verantwortlich ist, wenn es ihnen sonst auch schlecht geht. 
    …und ich wünsche mir dein Lachen /deine Lockerheit… zurück. Es tut mir weh, dich leiden zu sehen… Ich möchte nicht länger mit ansehen müssen…
    >Sich selbst zu öffnen zeigt denjenigen auch den Weg.
  3. Jetzt können Sie nur Lösungswege anbieten! Suchen Sie erste Telefonnummern, oder Internetseiten raus. Nutzen Sie angebotene kostenfreie Gespräche zum Kennenlernen.
    Verwenden Sie folgende Worte: “ Ich kenne jemanden, der dir helfen kann dein Problem zu lösen BEVOR es dir noch schlechter geht/ du krank wirst…/kaputt gehst/alles verlierst…
    > So vermitteln Sie, dass er noch nicht verrückt ist, dass es kein Problem ist sich Hilfe zu suchen und zum Psychologen zu gehen, aber es kann zum Problem werden, wenn er sich keine Hilfe holt.

 

Jetzt heißt es Geduld zu haben. Manchmal braucht es sehr viel Zeit bis der Leidensdruck tatsächlich groß genug ist um das Angebot zum Psychologen an zu nehmen.

Haben Sie Geduld, aber achten Sie immer auf sich selbst! – Manchmal genügt es denjenigen genügend Mitleid aufzusaugen, und es geht ihm wieder besser. Nun steht die Frage: Wie lange wollen Sie sich noch aussaugen lassen? Wie lange können Sie das noch aushalten?

 

Manuela Franke in Ihrer Praxis
Manuela Franke
Heilpraktikerin für Psychotherapie

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